Bunt gemischt: Programmierung, Blockchain, News, Problemlösungen

Stundenlange Plackerei, aber toller Sound

Heute war ordentlich was zu tun, und das merk ich nicht nur daran, dass ich kaum die Hände über der Tastatur halten kann, weil meine Oberarme protestieren.
Der Wecker klingelte 10 Uhr. Viel zu früh natürlich. Also nochmal umdrehen, kurz wegnicken... der obligatorische Blick auf den Wecker... erst 12.15 Uhr. Mh... ordentlich, wie lange man sich umdrehen kann.
Jedenfalls traf man sich 15 Uhr schließlich vor der Mietwerkstatt - mein Halbbruder, sein Schrauberkollege und ich. Ein wenig Wartezeit später, es muss wohl gegen 16 Uhr gewesen sein, wurde es schließlich ernst. Auf die Hebebühne gefahren, Auto angehoben. Alles sieht ganz in Ordnung aus - bereit für eine neue Auspuffanlage.
Warum die sein muss? Nun, mein Auspuff entschied sich beim Wegfahren von einer Tankstelle dafür, die Fliege zu machen und mit einem lauten Knall auf der Straße zu landen. Da war auch nix mehr zu retten, schließlich hatte er alle zur Rettung nötigen Verankerungen feinsäuberlich mit abgerissen - 8 Jahre Rost machens möglich.
Nach dem Motto, wenn schon - denn schon, entschied ich mich für eine Anlage mit 2 Endrohren (oval) und machte mich auf Informationssuche. In Foren wurde ich schließlich fündig, mit solch interessanten Aussagen wie: "Das Wechseln der Auspuffanlage ist in 30 Minuten bis einer Stunde gemacht - es sei denn sie hat 2 Endrohre [ups...] oder ovale Endrohre [na Klasse -.-']." Perfekte Voraussetzungen also für ein sehr langwieriges Prozedere.
Man machte sich an die Arbeit. Der Endschalldämpfer hatte eh schon das zeitliche gesegnet, also kümmerte man sich um den Mittelschalldämpfer. Doch 8 Jahre Rost können nicht nur brüchig machen, sondern auch haltbar. Stellt euch drei Leute vor, zwei ziehen an einem Ende, der andere am anderen und nichts rührt sich. Nachdem es mit roher Gewalt nicht funktioniert hat, mussten ein paar Streicheleinheiten her - sprich: ich lieh mir eine Flex. Jedem Heimwerkervater steigen bei der puren Nennung dieses Geräts die Tränen in die Augen... was da schon an Fingern an dem Ding verloren gegangen ist... Mit der Präzision eines Gehirnchirurgs trennte unser Schrauberkollege schließlich, was nicht mehr zusammengehören sollte und mit Hammer und Schraubenzieher (der, da er nicht als Meißel geboren wurde, schnell das zeitliche segnete) wurde das Metall kurzerhand beugungswillig gemacht.
Der Rest ist schlussendlich ein einziger Kampf - Mittelschalldämpfer und Endschalldämpfer wiegen je gute 20 kg und wollen schon mal eine Stunde gestemmt werden, da man erst überall die Aufhängungen ranzufriemeln hat, bevor man loslassen darf. Der Einsatz dauerte ingesamt fast 4 Stunden. Fertig geworden sind wir dennoch nicht - das zweite Endrohr fehlt noch, es hat nicht gepasst, wird aber nächste Woche mit dem Elektroschweißgerät in die richtige Form gekitzelt ;).
Habe ich eigentlich schon erzählt, dass ich nach dieser Aktion nun auch noch 2 Stunden Bowling spielen war :D? Mit ausgeleierten Armen vom vielen Tragen und Halten, war dies ein Vergnügen der ganz besonderen Art... den anschließenden Gang in eine Disco habe ich dann aber doch abgelehnt, ganz so verrückt bin ich dann auch wieder nicht.
Ein Bild reiche ich übrigens nach ;).

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