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Wiedermal ein neues Hobby: Geocaching

Beim LoggenWas habe ich nicht alles schon an Hobbys angefangen, aber nicht ganz ernst weiterverfolgt: Lockpicking, Jogging (dann Fitnessstudio), Züchten von Chilipflanzen, Lautsprecherbau... und sicher noch einiges mehr, über das ich gar nicht erst gebloggt habe, weil es sonst zuviel geworden wäre :-).
Nun, es kommt wieder was dazu! Diesmal geht es ums Geocaching. Doch was ist Geocaching eigentlich und was mache ich da genau?
Geocaching umschreibt man am besten als moderne Schnitzeljagd. Ein oder mehrere Jäger, hier genannt Cacher (sprich: Kächer) suchen nach einem versteckten Schatz, dem Cache. Um diesen zu finden, bekommt man vom Cacheowner, dem Typ, der den Cache versteckt hat, Anweisungen um diesen zu finden. Dies geschieht hauptsächlich mit GPS-Koordinaten. Über diese kann man auf ein paar wenige Meter genau zu einem Punkt auf der Erde geführt werden.
Glücklicherweise ist mein Handy mit GPS ausgestattet. Und schon kann es losgehen.

Was braucht man fürs Geocachen?


Es ist nicht viel, aber eventuell muss man sich doch hier und da etwas dazukaufen. Ich habe bisher erst etwa 50 Caches gefunden, aber herauskristallisiert hat sich, dass man folgendes braucht:
- einen GPS-Empfänger, z.B. ein Handy, ein Navigationsgerät oder ein entsprechendes GPS-Gerät
- robuste Schuhe, die auch dreckig werden dürfen (z.B. Wanderschuhe o.ä.)
- einen kleinen Spiegel (z.B. eine Spiegelfliese aus dem Sanitärbedarf) um an schwer einzusehende Stellen zu gucken
- eine Taschenlampe (häufig sind Dinge im Dunklen versteckt - bevor man da in der Dunkelheit herumgreift, lieber vorher mal schauen - außerdem gibt es Nachtcaches - dafür sollte man eine wirklich starke, lange durchhaltende Taschenlampe haben)
- Handschuhe (wer unter Steinen wühlt oder ins Dunkle greift, bekommt so eine Menge erspart)

Arten der Caches


Es gibt drei wichtige Arten von Caches (wobei es noch einige mehr gibt, die aber nahezu nie Anwendung finden): Traditionals bzw. traditionelle Caches sind meist einfach zu lösen. Man bekommt GPS-Koordinaten gegeben und muss sich dorthin begeben, wohin diese zeigen. Angekommen, muss man nun den Schatz finden. Das kann auch schwierig sein, wenn z.B. die Koordinaten auf einem Felsmassiv liegen und Kletterarbeit erfordern oder unter Wasser liegen. Aber normalerweise ist einfach nur ein scharfes Auge gefragt.
Dann gibt es Multicaches, bei diesen ist mehr Einsatz gefragt. Auch hier gibt es Startkoordinaten, doch an diesen befindet sich das nächste Rätsel und nicht der Schatz/Cache. So wird man z.B. zu einem Bauwerk gelotst, an dem es das Jahr seiner Erbauung zu finden gilt und mit diesem kann man sich dann die Koordinaten des nächsten Punkts ausrechnen. Bis man irgendwann zum Final kommt, wo man wie beim Traditional mit scharfem Auge den Schatz finden muss.
Die drittwichtigste Variante sind Mysterycaches. Diese erfordern zum Finden des Caches das Lösen eines mehr oder weniger schweren Rätsels. Das reicht von simplen Rechenaufgaben über einfache Verschlüsselungsaufgaben bis zu hochkomplizierten Hinweisen in Form von Chiffren und Gedichten. Am Ende erhält man dann wie immer Koordinaten mit dem Final.

Schwierigkeit der Caches


Damit man sich nicht eine Tour begibt, bei der man Kletterausrüstung bräuchte und man aber eigentlich gar nicht schwindelfrei ist, hat man sich die D(ifficulty = Schwierigkeit)- und T(errain = Gelände)-Wertung einfallen lassen. D gibt an, wie schwer es ist, den Cache zu finden, während T angibt, wie schwer es ist, das Gelände um den Cache zu bewältigen. Es sind jeweils Noten von 1 (leicht) bis 5 (extrem schwer) möglich, auch abgestuft in 0,5er Schritten. T5 bedeutet häufig den Einsatz von schwerem Gerät, z.B. langen Klappleitern, Taucherausrüstung, erweiterter Kletterausrüstung (und -erfahrung!), D5 erfordert häufig große Mengen an (eventuell nicht einfach zu beschaffendem) Werkzeug oder ist einfach derart genial versteckt (z.B. in einer leeren Bolzenschraube!), dass man ordentlich danach suchen muss.

Warum geht man Geocachen?


Die Faszination des Geocachens ist, dass man mal "Spazierengehen" kann, ohne gleich komplett unproduktiv zu sein. Wenn ich normal Spazierengehe, dachte ich häufig daran, was man in der Zeit alles hätte tun können. Das einzige wofür es gut war, war für die Entspannung. Da man aber häufig beim Spazierengehen nichts weiter zu tun hatte, kreiste einem im Hinterkopf trotzdem noch die Arbeit herum.
Beim Geocachen ist das wie beim Joggen: man hat einfach "zu viel zu tun", um noch an Sorgen und Probleme des Alltags zu denken. Man nimmt sich die Zeit, die man braucht, sucht sich einen Cache und dann geht es los: Punkt finden, rätsel lösen, genau hinschauen, Schatz finden. Letzteres ist dann noch eine zusätzliche Belohnung, denn man darf sich im Logbuch verewigen, das immer bei einem Cache mit beiliegt. Dann darf man sich auch bei dem jeweiligen Cache auf www.geocaching.com online verewigen.

Was bringt es mir?


Eine Ablenkung vom Alltag, Bewegung an der frischen Luft, sanfte körperliche Ertüchtigung und nicht zuletzt ein Erfolgserlebnis beim "Heben" des Schatzes. Da macht das "Spazierengehen" doch gleich einiges mehr Spaß.

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