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Bergfest und Autopflege

Das Logo unserer Seminargruppe auf den Bergfest-Poloshirts
Heute fand das Bergfest der Fachhochschule Mittweida statt. Teilweise war die Planung etwas undurchsichtig (verschiedene Angaben für Frühstückszeiten, vorverlegter Studentenumzug von der Mensa zum Markt etc.), aber die Zeit, die ich da war, war es ein turbulentes Vergnügen.
9.30 Uhr habe ich erstmal die Frühstücksmöglichkeit gesucht. Natürlich nicht ausgeschildert. Nachdem ich mich durchgefragt hatte, fand ich die Raumtür geschlossen vor, aber es gab noch was für mich: den allerletzten Teller mit 2 Brötchen, (ungebratenem) Speck, Schinken, Käse, einem leicht zermatschten, gekochten Ei und, da der Kaffee alle war, noch einen schwarzen Tee. Eigentlich hat das alles gar nicht so übel geschmeckt (den Speck hab ich lieber gelassen, das war dann doch etwas arg fettig), aber das Ei... abgesehen vom zermatschten Eindruck und dass das Eigelb sich direkt an der Schale befand, schmeckte es merkwürdig scharf, obwohl ich es nicht gesalzen hatte. Ein 7. Sinn riet mir, es lieber liegen zu lassen.
Auch gut war, wie ich später erfuhr, dass ich keinen Kaffee mehr bekommen hatte und dass ich auch keine Milch in meinen schwarzen Tee getan habe - denn selbige war bereits im Jahr 2007 verfallen. Autsch! Für ein Catering eigentlich ein "No Go".
Nach dem Frühstück suchte ich Leute meiner Seminargruppe - von denen natürlich niemand ans Handy ging (hatten Sie, wie ich später erfuhr, zu Hause gelassen). An der Mensa schließlich traf ich sie durch Zufall und man versammelte sich hinter einem alten Traktor, der kurzerhand zum Beschallungs- und Festumzugsleitungswagen ernannt worden war. Die Polizei fuhr voraus und sperrte die Straßen und wir trabten - übrigens nahezu alle (geschätzte 500?) Studenten des 06er Jahrgangs mit Zylinder und Bergfest-Polo hinterher. Die Musik war sehr auf Stimmung ausgelegt, das war nicht ganz meins, aber erträglich.
Viele gaben sich hemmungslos dem (Frei-)Biergenuss hin und auch der Bürgermeister genehmigte sich ein Bierchen, nachdem er seine (kurze und knackige) Rede auf dem Mittweidaer Marktplatz gehalten hatte. Da ich kein Bier trinke, habe ich mir in einem angrenzenden kleinen Laden erst ein Wasser geholt und später eine Cola. Das war eine interessante Situation. Hinter mir einer, der sich (aufgrund des stockenden Freibierausschanks) eine Flasche Bier kaufen wollte und vor mir ebenfalls und ich dazwischen, mit meiner Cola. Die beiden schauen mich an, und einer sagt mir mit fein lallender Aussprache: "Das ist ja asozial!"
Obwohl ich eigentlich noch hätte kostenlos Abendessen können, bin ich kurz vor 13 Uhr nach Hause gefahren und habe noch einen 4-stündigen Putzmarathon hinter mich gebracht. Auto waschen, vom ständig rieselnden Staub der Bäume befreien, mit Lackreinigungsknete komplett abziehen und anschließend noch Wachsen - ich weiß, was ich heute gemacht habe.

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